Samstag, 26. Juli 2014

Tag 8 - Wikinger- und Völkergeschichte zum anfassen

Die Tigerstatue vor dem Hauptbahnhof.
Na ob das schmeckt?

Trotz ordentlichem Zimmer und angenehmen Betten, ist unsere Nacht nicht so erholsam. Natürlich ist es wieder warm, aber viel schlimmer ist meine Allergie, die meinen Kreislauf total zermürbt hat. Das bekommt besonders Eric wohl zu spüren, der bei meinem Geschniefe auch nicht sonderlich gut schlafen kann. Nun ja. Das Frühstück ist super! Besonders die Croissants haben es mir angetan. Danach wieder auf dem Zimmer, schauen wir nach unseren heutigen Zielen. Es ist fast mittag, als wir uns endlich entschließen aufzubrechen. Ich bin weiterhin sehr angeschlagen und fühle mich nicht besonders (was den ganzen Tag so bleiben wird), Bines und Erics Müdigkeit ist auch deutlich zu merken. Warscheinlich hat uns unser Reise- und Erlebnismarathon doch sehr erschöpft. Wir fahren wieder mit der T-bane zum Hauptbahnhof und decken uns mit kühlen Getränken ein.
 
Der lässt sich ja was gefallen

Stall-, Wohn- und Lagergebäude
Man beachte die bewachsenen Dächer
Dann geht es weiter mit dem Bus auf die Halbinsel Bygdøy zum Nordischen Völkermuseum. Dieses Freilichtmuseum besteht aus vielen Hütten und Häusern, teils eingerichtet oder mit Ausstellungen, die vom frühen Mittelalter bis zu den 1950er-60er Jahren das Leben und die Entwicklung der norwegischen Bevölkerung abbilden. Es gibt viele Felder und Stallungen. Es wird Gemüse angebaut und teilweise sogar Vieh gehalten. In den Ausstellungen findet man Trachten und Kleider verschiedenster Zeitepochen, wie sie für das Land typisch sind. Es gibt wirklich eine Menge zu sehen und wir müssen unsere Tour zwischendurch erstmal für ein Eis unterbrechen. Bevor wir das Freilichtmuseum verlassen machen wir noch eine Runde durch den Souvenirshop und gönnen uns Kuchen und Waffeln (auch wieder mit einer Portion Eis) im zugehörigen Café.

Nur eine kleine Auswahl der vielen Trachten in der Sammlung des Museums
 
Mein persönliches Highlight: Die Stabkirche Gol

Ein historisch anmutender Imbiss
 
Eine eher "klassische" Tankstelle

Die Werkstatt eines Färbers um anfang 1900

Eine der vielen Einrichtungen,
an die sich vielleicht noch die Großeltern erinnern

Die etwas "moderneren" Gebäude der Ausstellung

Reklame gab es schon immer



Das Osebergschiff etwa aus dem Jahr 820,
war das Grabschiff einer mächtigen Frau und ihrer Dienerin
Auch auf Bygdøy befindet sich ein Wikingerschiffsmuseum. Dies ist unser nächster Anlaufpunkt und befindet sich nur 5 min Fußweg vom Freilichtmuseum. Hier liegen in einem großen Gebäude, drei geborgene Grabschiffe. Zwei davon wurden restauriert, das dritte ist zu sehr zerstört und wird dort ausgestellt, wie es gefunden wurde. Außerdem befinden sich hier viele Grabbeigaben wie große Schlitten, Waffen, Werkzeuge und andere Wertgegenstände, die den Verstorbenen das Leben nach dem Tode erleichtern sollen. Laut den Angaben des Museums wurden unter den Grabschätzen auch mehrere Pferdeskelette und andere tierische Überreste gefunden, die aber hier nicht ausgelegt werden. Wir kaufen uns, bevor wir gehen, auch hier noch das ein oder andere Erinnerungsstück. Dann geht es mit dem Bus wieder zurück. 



Das Gokstadschiff wurde um 890 gebaut
und war ein Grabschiff für einen Häuptling

Das Tuneschiff war das erste Wikingerschiff, das man fand.
Es stammt etwa aus dem Jahre 900 n. Chr.

Es gab viele Grabbeigaben, die auf den Schiffen gefunden wurden

Sogar Pferdeschlitten fand man in den Gräbern


Wir kaufen noch ein paar Getränke und etwas zu Stärkung ein. Kurz vor unserer Rückkehr im Hotel, erleben wir auch den aller ersten Regen auf unserer Tour. Doch als wir an unserer Station aussteigen, hat der Schauer dort schon aufgehört und wir kommen trocken an. Den Rest des Nachmittags verbringen wir damit, uns mal ein bisschen ausgiebiger zu erholen. Wir schauen ein paar Serien und entspannen uns. Morgen geht es dann am Abend per Fähre wieder rüber nach Dänemark.

1 Kommentar:

  1. Das Freilichtmuseum hört sich toll an :) Ich freue mich auf die Bilder

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