Freitag, 25. Juli 2014

Tag 7 - Wo Berge und Meer zusammen treffen

Route Tag 7


Die Landschaft ist waldig und felsig, wohin man blickt.

Heute geht es zum nördlichsten Punkt unserer Route! Wieder einmal die Routine, Frühstück, einpacken, einladen, auschecken. Und dann fahren wir auf der E6 Richtung Oslo. Alles ganz gemütlich, die Aussicht ist wunderschön. Felsen, Täler und viele Brücken sehen wir auf unserer Fahrt. Dann auf einmal ein Anruf auf meinem Handy. Eine Nummer aus London? Ich bin verwirrt und weise den Anruf erstmal ab. Als wir eine Weile später Rast an einem Einkaufszentrum kurz vor der Grenze zu Norwegen machen (für Getränke und Eis in Form von Milchshakes), checke ich im McDonald's Wifi meine E-Mails. Ich sehe, dass ich eine Nachricht von der Booking-Seite für unser Hotel bekommen habe. Es gab ein Problem mit der Reservierung und man könne uns für gleichbleibenden Preis ein Alternativ-Hotel buchen. Die Infotelefonnummer ist aus England... Ich versuche anzurufen, doch hänge in der Warteschleife fest. Dann sende ich eine Mail mit dem Gesuch, schnell zurückgerufen zu werden. Wir fahren weiter und nach kurzer Zeit bekomme ich erneut einen Anruf von besagter Nummer. Eine Stimme redet schnell und mit südländischem Akzent. "Ob ich mit der Umbuchung einverstanden bin?" kann ich auf englisch raushören. Ich bestätige und der Anruf ist beendet. Also eine kleine Routenänderung zum Best Western Kampen Apartment Hotel. 


Willkommen in Norwegen

Es gibt hier wirklich sehr seeeehr viele Tunnel

Zwei Betten und Küche
Und noch zwei Betten und Fernseher
Wir erreichen nach etwa 3,5h Oslo. Hier stellen wir schnell fest, dass der größte Teil der örtlichen Autobahnen unter der Erde verlaufen. Die Straßen führen in langen verzweigten Tunnelsystemen auf und ab und wir spüren den Druck in den Ohren. Leider ist unsere GPS-Navigation mit unterirdischen Straßen nicht einverstanden und wir verfahren uns erstmal ordentlich. Mit einer halben Stunde Verspätung erreichen wir unser neues Hotel. Doch was wäre so eine Reise ohne Komplikationen? Das Hotelpersonal kann unsere Buchung nirgendwo finden. Ich checke meine E-Mails und versuche wieder vergeblich einen Mitarbeiter der Buchungsseite zu erreichen. Dann schaue ich auf meinen Account besagter Seite und finde die erwähnte Änderung vor. Ich spreche erneut das Hotelpersonal an und man versucht etwas tiefer zu forschen. Am Ende stellt die freundliche Rezeptzionistin fest, dass die Reservierung zwar eingegangen, aber nicht gebucht worden war. Wir bekommen unsere Zimmerschlüssel und nach einer kleinen Verwirrung bei der Parkplatzsuche, betreten wir endlich unsere neue Unterkunft. Wir sind positiv überrascht! Das Zimmer ist eigentlich für 4 Personen ausgelegt, verfügt über eine eigene Küche und schicke Möbel. Nur das Bad ist ein wenig kleiner als das letzte im Vasa Hotel, doch das ist für uns okay.



Und das Bad

Wir begeben uns nun wie immer, Richtung Innenstadt. Am schnellsten geht das mit der T-bane. Wie die Autobahnen verläuft diese Bahn unterirdisch und ist, wie wir es von Kopenhagen schon gewohnt sind, sauber und ordentlich. Wir erreichen nach wenigen Stationen den Hauptbahnhof. Dieser gleicht mit seinen Warteflächen, terminalähnlichen Gleiszugängen und den großen modernen Hallen, die nahtlos in ein Einkaufszentrum übergehen, doch schon stark einem Flughafen. Wir tauschen ein wenig Geld und verlassen das Gebäude Richtung Hafen. Von dort sieht man sowohl eine sehr moderne Seite der Stadt, in Form von vielen neuen Glas- und Stahlbauten, aber auch Unmengen an Baustellen, die weitere neue noch kommende Gebäude ankündigen. Nach eine kleinen Runde am Hafenbecken entlang, begeben wir uns zwischen den immer historischer wirkenden Häusern fast zufällig auf die Haupteinkaufsmeile von Oslo. Hier drängen sich Geschäft an Geschäft, Bar an Restaurant und hier und da ein Museum oder Theater. Am Ende der Straße und durch den Übergang von Berg und Tal, der sich die Straße entlang zieht, können wir die königliche Residenz entdecken. Nachdem wir das Schloß mit seinen obligatorischen, in repräsentative Uniformen gekleideten Wachen, erreicht und fotografiert haben, beschließen wir in das Hard Rock Café Oslo zu gehen und uns dort einen Drink zu gönnen! Wer schonmal in einem Hard Rock Café war, kennt den unverwechselbaren Style dieser Läden. Überall sind Instrumente, Kleidungsstücke oder Bilder von weltbekannten Musikern, nicht selten auch mit Autogrammen und es läuft natürlich Rock-Musik. Es gefällt uns hier, auch wenn die Getränke natürlich saftige Preise haben. Aber wir sind im Urlaub und man gönnt sich ja sonst nix!


Moderne Gebäude am Hafen

Die Oper und das Ballett

Viele Starßenkünstler gab es in den Fußgängerzonen

Wie immer schöne Häuser

Das Parlament

Das Nationaltheater

Im Hard Rock Café
 Irgendwann kommt der Hunger und dafür ist es uns dann hier doch zu teuer. Wir suchen eine in Skandinavien weit verbreitete Fast-Food-Kette namens Max Burgers auf. Etwas gestärkt, wollen wir gleich noch unserem "Side-Quest" nachgehen und sammeln in einer Nebenstraße schnell einen Geocache mit ein. Den Rest des Abends schlendern wir noch einmal die Straße zum Schloß hinauf, um ein paar Nachtbilder von Oslo zu machen. Doch dies gestaltet sich zeitaufwändiger als erwartet. Als es kurz vor 23Uhr noch immer nicht richtig dunkel ist, machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Erst als wir hier eintreffen, ist etwa um 23:30Uhr auch die Nacht eingetroffen.

Das Schloß bei (fast) dunkler Nacht




1 Kommentar:

  1. MC Donalds und andere Fast Food Ketten.. xP War das andere Essen überall wirklich so teuer??o.O Ich finde es immer schade, nicht auszunutzen, dass man dort andere regionale Spezialitäten bekommt als bei uns ^^ In Programmen wir Foursquare oder der App mit der Eule (Tripster?) findet man ja immer gut Restaurants mit verschiedenen Preisklassen :D

    AntwortenLöschen