Montag, 21. Juli 2014

Tag 3 - Über Brücken und Inseln zur Meerjungfrau


Route Tag 3

Storebælt Brücke
Zufrieden mit der netten Bedienung und dem netten Frühstück, starten wir in die dritte Etappe. Von Flensburg ist es nur noch ein Katzensprung zur dänischen Grenze. An die sich von der deutschen schon deutlich unterscheidenden Beschilderung, müssen wir uns erstmal einen Moment gewöhnen. Die Fahrt verläuft ereignislos und wir erreichen bald die Storebælt Brücke. Diese erstreckt sich mit insgesamt rund 13km über die Ostsee, mit einer kurzen Unterbrechung auf der kleinen Insel Sprogø und endet mit einer Mautstation. Ganze 235 dänische Kronen (31,52€) kostet uns der Spaß und weiter geht's gen Kopenhagen. Unser Hotel, welches wir am Vorabend online gebucht haben, finden wir auch problemlos und checken ein. Unsere Zufriedenheit mit dem Zimmerpreis, wird jedoch recht schnell vom Komfort unserer neuen Unterkunft gedämpft. Unser Zimmer besteht aus einem Doppelstockbett mit einer weiteren ausziehbaren Matratze. Im Bad kann man sich gerade um sich selbst drehen und auch sonst sind wir uns einig, dass wir bei der nächsten Buchung etwas genauer hinschauen sollten. Aber egal, für zwei Tage werden wir es hier schon aushalten.

Unser Hostelzimmer vermissend, machen wir uns auf in die Stadt. Wir tauschen ein wenig Geld im Hauptbahnhof und stoppen erstmal bei McDonald's. Nach einem kurzen Mahl besorgen wir uns nach mehreren Anläufen ein paar S-Bahn-Karten. Der Preis für eine Gültigkeit von gerade mal 1,5h haut uns zwar fast um, jedoch sind die Bahnen hier überraschend sauber und gemütlich. Überwachungskameras sorgen in den Zügen dafür, dass die Insassen wohl von Vandalismus absehen, darum kann sich der Bahnbetreiber wohl auch erlauben gut gepolsterte Sitzbänke ein zusetzen, die pro Seite locker 3 Durchschnittspersonen fassen und dennoch genug Durchgang bieten. Es gibt sogar "Still-Abteile" in denen Handys untersagt sind und nur leise gesprochen werden darf.

Wir erreichen unsere Haltestelle und betreten die Sternförmige Insel mit dem 1667 fertiggestellten Kastell von Kopenhagen. Diese Wallanlage wird noch heute für das Militär genutzt, ist aber von 6Uhr morgens bis 10Uhr abends für Touristen zugänglich. Wir spazieren ein wenig auf Wegen entlang und verlassen die Feste Richtung Hafen. 

Eingangsportal zum Kastell
Die Mühle auf der Kastellinsel
Kanonen stehen an mehreren Stellen auf dem Wall


St. Albans Kirche
Hier erwartet uns die St. Albans Kirche. Dieses wunderschöne Bauwerk hat eine Fassade, welche vollständig mit Feuersteinen bedeckt ist. Leider scheint sie nicht offen zu sein und so begeben wir uns nach ein paar Fotos weiter zum Hafen. Es eröffnet sich uns ein Blick auf ein großes scheinbar französisches Kreuzfahrtschiff, sowie auf mehrere kleinere Kriegsschiffe. Auf unserem Weg liegen mehrere Statuen, ein großer Brunnen und natürlich die Skulptur der "Kleinen Meerjungfrau", von der sich sowohl Bine als auch ich eine kleine Replik zulegen. Auf unserm Weg zurück zum Hotel kassieren wir noch unseren Kopenhagener Geocache ein und erfüllen so den dritten Punkt unseres "Side-Quests". Nach einem kleinen Schlenker zum lokalen Supermarkt ganz nach dem Motto: "Ein Eis geht immer!", entscheiden wir einen weiteren Side-Quest zu unserer To-Do-Liste hinzu zu fügen, da wir uns bisher klimabedingt in jeder der besuchten Städte eine dieser Erfrischungen gegönnt haben. Nun sitzen wir in der Hotellobby, welche wir unserem Zimmer als Aufenthaltsort bevorzugen und ich schreibe den Blog während sich Eric und Bine in politischen und alltäglichen Themen verlieren.


Die Feuersteinfassade

Gefionspringvandet (Gefion Springbrunnen)

Monument of Mariners
Die kleine Meerjungfrau (rechts: Ein Nixenbrunnen in Flensburg)

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